Auch heute entstehen noch neue Sagen, wenn auch auf andere Weise als früher. Man nennt sie heute auch "Urban Legends". Unfälle oder besondere Begebenheiten werden weitererzählt und mit ungewöhnlichen Details ausgeschmückt. Früher wurden Sagen vor allem mündlich weitergegeben. Heute verbreiten sie sich oft über das Internet, soziale Medien, Zeitungen oder Fernsehen.

 

Beispiele für neue Sagen heute: 

Die Frau im Rückspiegel: Eine Person sieht nachts im Auto plötzlich eine Gestalt im Rückspiegel – eine moderne Gruselgeschichte.

Slender Man: Eine Internet-Sage aus Amerika über eine unheimliche Gestalt, die Kinder entführt.

Mindestens Eine gibt es auch in Nordhessen. Und die ist ziemlich unglaubwürdig. Aber unterhaltsam. Hier ist: Das Monster vom Edersee

Das Edersee-Monster: emo 

Alte Dorfstelle Berich bei Niedrigwasser

In den Tiefen des Edersees soll sich ein ungeheuerliches Geheimnis verbergen. Seit Beginn des letzten Jahrhunderts wird von einem sogenannten Ederseemonster berichtet, liebevoll auch „Emo“ abgekürzt. 1979 berichteten Hobbytaucher, ein schlangenartiges Tier am Ufer des Sees, nahe des untergegangenen Dorfes Berich, gesehen zu haben, das sie aus dem Wasser heraus beobachteten.

Als die Taucher beschlossen, es zu verfolgen, tauchte es wieder in die Tiefen des Sees ab. Seit diesem Vorfall gab es zahlreiche weitere Berichte. Die meisten Sichtungen gab es bei Niedrigwasser, so auch im Jahrhundertsommer des Jahres 2003, wo von einer regelrechten Sichtungswelle die Rede war. Es soll schlangenartig, graubraun und etwa drei Meter lang sein.

Wenn wir Emos Fährte in der Geschichte zurückverfolgen, führt uns das zurück in die Zeit vor dem Bau der Staumauer in den Jahren 1908 bis 1914, als das Monster erstmals von Fischern aus den Dörfern an der Eder gesichtet wurde, die beim Lachsfangen auf einen sehr großen Lachs stießen, der nie gefangen werden konnte. Handelt es sich bei dem „Riesenlachs“ um dasselbe Tier?

Hier weiterlesen: