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1. Teufelsbrücke Kromlau


2. Teufelstisch Hinterweidenthal


3. Teufelsbackofen Grevesmühlen


4. Teufelsmauer im Harz

*Die Teufelsmauer im Harz*

Der Teufel beobachtete vom Blocksberg (Brocken) aus, wie Kirchen und Klöster in seinem Reich errichtet wurden. Er befürchtete, seine Macht würde gebrochen, und beschloss, eine riesige Mauer um den Harz zu bauen, um die heidnischen Opferstätten zu schützen.

Doch sein Werk konnte nur nachts gelingen und musste vor dem ersten Hahnenschrei vollendet sein. Eine Bäuerin, die früh auf den Beinen war, um zum Markt nach Quedlinburg zu gehen, entdeckte die Mauer und erschrak. Sie stürzte und ihr Hahn im Korb krähte laut auf. Der Teufel hörte den Hahnenschrei, glaubte, die Nacht sei vorbei, und zerstörte die Mauer in seiner Wut. 


5. Warnstedter Teufelsmühle

*Die List des Müllers Weigel*

In Gernrode lebte einst ein Müller namens Weigel, der mit seinem Leben unzufrieden war und mehr wollte. Eines Nachts rief er den Teufel an und schlug ihm ein Geschäft vor: Wenn er ihm innerhalb einer Woche eine Windmühle am Schwedderberg baute, würde er ihm nach sechs Jahren seine Seele übergeben.

Der Teufel nahm die Herausforderung an und baute die Mühle in nur sieben Tagen. Weigel war überglücklich und zog sofort in seine neue Mühle ein. Die Mühle wurde schnell bekannt und brachte ihm ein gutes Einkommen und Ansehen.

Doch als die sechs Jahre um waren, stand der Teufel vor der Tür, um seine Seele zu holen. Weigel bat um Gnade und überredete den Teufel zu einem neuen Vertrag: Wenn er in ein Loch einfahren konnte, das Weigel in einen Baum gebohrt hatte, sollte ihm die Seele gehören.

Der Teufel willigte ein und fuhr in das Loch ein. Doch Weigel hatte einen Stöpsel vorbereitet und schlug ihn blitzschnell in das Loch. Der Teufel saß gefangen.

"Weigel, lass mich frei!" rief der Teufel. "Ich verspreche, auf deine Seele zu verzichten und dich in Zukunft unbehelligt zu lassen!"

Weigel, nicht dumm, ließ den Teufel frei, nachdem dieser sein Versprechen gegeben hatte. Seitdem ließ der Teufel den Müller in Ruhe. 


6. Höllental im Schwarzwald

*Die Sage vom Hirschsprung im Höllental*

Im Herzen des Schwarzwaldes, im schluchtartigen Mittelteil des Höllentals, liegt eine Engstelle, die als Höllenpass bekannt ist. Hier, an einer Stelle, an der die Felswände bis zu 130 Meter hoch aufragen, ereignete sich vor langer Zeit eine atemberaubende Jagd.

Ein Ritter von der Burg Falkenstein, ein leidenschaftlicher Jäger, verfolgte einen prächtigen Rothirsch, der ihm auf einer Lichtung direkt in die Augen gesehen hatte. Der Hirsch, getrieben von Todesangst, versuchte verzweifelt, seinem Verfolger zu entkommen. Er sprang über umgestürzte Bäume, durchquerte reißende Bäche und kletterte steile Hänge hinauf.

Doch der Ritter gab nicht auf. Er trieb den Hirsch immer weiter, bis dieser schließlich vor einer tiefen Schlucht stand. Die Höllenpass-Schlucht, damals nur 9 Meter breit, schien unüberwindbar zu sein. Doch der Hirsch, in höchster Not, nahm Anlauf und sprang mit einem gewaltigen Satz über die Schlucht.

Der Ritter, der den Sprung nicht wagte, musste zusehen, wie sein Jagdbeute entkam. Seitdem heißt diese Stelle "Hirschsprung". Es ist schwer vorstellbar, dass ein Hirsch tatsächlich so weit springen kann, doch wenn man bedenkt, dass das Gelände an dieser Stelle abschüssig ist, ist es durchaus möglich. Rothirsche sind bekannt für ihre beeindruckenden Sprünge von bis zu 10 Metern Länge.


7. Teufelsbrücke Kassel

Die Teufelsbrücke und der Höllenteich im Kasseler Bergpark tragen ihre Namen nicht ohne Grund: Der Ursprung liegt in der Unterwelt, den in unmittelbarer Nachbarschaft klafft die Plutogrotte eine dunkle, feuchte Höhle, aus deren Schatten einst Pluto, der unheilvolle Gott der Unterwelt, selbst sein höllisches Reich regiert haben soll. Noch heute, so munkelt man, hallen seine kalten, eisigen Schritte durch die feuchte Finsternis und lassen den Atem derjenigen gefrieren, die sich zu nah heranwagen.


8. Teufelsmoor bei Osterholz


9. Teufelsmühle im Vogelsberg

Die Hansenmühle in Ilbeshausen, ein Ortsteil von Grebenhain im Vogelsbergkreis, ist ein beeindruckendes Beispiel für ländliche Fachwerkarchitektur in Oberhessen. Die Mühle wurde 1691 anstelle eines älteren Vorgängerbaus errichtet und gilt neben dem Crainfelder Edelhof als eines der schönsten ländlichen Fachwerkhäuser der Region.

*Die Sage*

Die Sage erzählt von einem Zimmermann, der sich entschied, die Mühle zu bauen. Er arbeitete sieben Jahre lang im Oberwald, um das Holz zu schlagen und zu bearbeiten, und entwarf den Plan für die Mühle alleine. Als es ans Bauen ging, überkam ihn der Hochmut und er wettete mit dem Teufel, dass er genauso schnell und schön bauen könne wie er selbst.

Der Teufel nahm die Wette an und die beiden begannen zu bauen. Der Teufel baute den unteren Giebel der Mühle, der bis heute als Meisterwerk der Fachwerkbaukunst gilt. Der Zimmermann baute den oberen Giebel, der jedoch nicht an die Schönheit des unteren heranreichte.

Als der Teufel fertig war, tötete er den Zimmermann, indem er ihn in den Lüften zerriss und seine Überreste ins Crainfelder Feld warf. Seitdem heißt die Mühle "Teufelsmühle" im Volksmund.

*Das Teufelsfenster*

Es heißt, dass der Teufel noch heute durch ein verstecktes "Fenster" in der Mühle ein und aus schleicht. Dieses Fenster, das von außen wie ein normales Fenster aussieht, soll der Teufel als Ein- und Ausgang benutzen. Es gibt sogar Geschichten, dass das Fenster den einen Tag zugemauert war, aber am nächsten Morgen wieder geöffnet war.

Die Teufelsmühle ist heute ein beliebtes Ausflugsziel und ein Zeuge der reichen Geschichte und Sagenwelt des Vogelsbergs.


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