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Nichts ist für die Ewigkeit

Die Farbe Grün: Ein Symbol des Lebens und der Vergänglichkeit

Auf meinen Fotoreisen durch Deutschland ist mir aufgefallen, wie sehr die Farbe „Grün“ faszinieren kann. Grün ist nicht nur eine Farbe, sondern eine Welt voller Überraschungen! Ein Symbol der Natur, des Lebens und der Vergänglichkeit. In Lost Places und Ruinen ist sie ein Zeichen dafür, dass die Natur langsam aber sicher die Oberhand gewinnt. Die Vegetation, die durch die Ritzen und Spalten der verlassenen Gebäude wächst, ist ein Beweis dafür, dass die Natur nicht aufzuhalten und nichts für die Ewigkeit ist.

Höchste Zeit also, die besten 20 Szenen aus meiner Kamera in dieser Fotostrecke zusammen zu fassen.

1. Lauenburg

Thale, Sachsen-Anhalt

Das Bild des bizarren Baums der Lauenburg im Harz entstand durch Restaurierung. Die Mauern der Burg wurden ausgegraben, so hat man auch die Wurzeln teilweise freigelegt. Ein bizarres Motiv.


2. das grüne haus

Gießen, Hessen

Das um 1900 erbaute Haus ist das beliebteste
Fotomotiv im Botanischen Garten in Gießen.
Die Dreispitzige Jungfernrebe, die bis über
das Dach gewachsen ist, verleiht dem Haus
eine besondere Aura.


3. schloss putzar

Putzar, Mecklenburg-Vorpommern

Ulme und Torbogen der Ruine Putzar in
Vorpommern scheinen miteinander
verwachsen zu sein. Es scheint ein Wunder
der Natur zu sein. Auf den ersten Blick
scheinbar ohne Bodenkontakt, reichen die
Wurzeln erst auf der Rückseite über das
Mauerwerk herab zum Boden.


4. MS heimliche liebe

Frankfurt, Hessen.

Das Naturschiff „,Heimliche Liebe" entstand als
private Initiative, dessen Ziel es ist, das alte
Schleusenbecken in Frankfurt-Niederrad als
Biotop zu erhalten und zu pflegen. Das
historische Schiff soll bewusst mit dem
umliegenden Biotop verwachsen.


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5. kreuzkirche züschen

Fritzlar, Hessen

In einem abgelegenen Hain bei Fritzlar-Züschen
steht die aus dem 14. Jh stammende Ruine der
Kreuzkirche wie ein Mahnmal der Vergangenheit.
Sie und einige wüst verteilte Sandsteine sind die
letzten Zeitzeugen des vor Jahrhunderten
untergegangenen Dorfes Hertingshausen.


6.  Ikarus 

Halle, Sachsen-Anhalt

In der ländlichen Gegend unweit Halle an der
Saale gibt es so manchen Ort, an dem man die
Vergangenheit atmen kann. Stand dieser alte
Ikarus-Bus bis vor Kurzem noch vor dem
Waldrand in einer gefluteten Gartenanlage
zugewachsen mit meterhohem Gestrüpp, ist
er mittlerweile leider entsorgt.


7. nackt

Spangenberg, Hessen

Die Figur stammt von Jochen Guinand und nennt sich „MEHR“. Sie steht auf den Schmetterlingswegen bei Spangenberg-Metzebach.

„Nackt und bloß reckt sich der Mann mit offenkundigen Merkmalen des Alterungsprozesses gen Himmel. Er möchte von allem viel „mehr“. Mehr Regen, mehr Sonne, mehr Wind, will die Elemente spüren, Ursprünglichkeit erleben. Seine Nacktheit macht ihn aber verletzlicher und lässt ihn gleichzeitig der Natur näher erscheinen als wir es sind. Ohne ein Dach über dem Kopf, ohne Bekleidung ist er allen Wetterbedingungen schutzlos ausgeliefert und steht damit im Gegensatz zu unserer eigenen Behütung durch Wohnung, Kleidung, Technik. Der Zivilisationsprozess bedeutet allerdings auch eine Entfremdung von der Natur, die Stresssituationen auslösen kann. Der Entblößte, der Konventionen und Zwänge wie „ewige Jugend“, offensichtlich abgestreift hat, lebt recht genüsslich, wie man sieht.“ (Text zur Figur von arsnatura.de)

In meinem Fall guckt der Mann zu den Sternen. Und ich finde, dass dieser Mann im Zusammenhang mit dem was er darstellen soll, perfekt passt zur Ursprünglichkeit, zur Nacht, zum Kosmos.


8. alte ziegelei

Rees, NRW

In Rees liegt eine alte Ziegelei, vor der sich
hinter Bäumen und Buschwerk versteckt ein
altes, repräsentatives Wohnhaus befindet. Das
Haus ist so versteckt und mit Efeu über-
wachsen, dass man es selbst von der nahen
Straße nicht erkennen kann.


9. der teufelsbackofen

Grevesmühlen, Mecklenburg-Vorpommern

Die Megalithanlage in Mecklenburg, zu der der Teufelsbackofen zählt, entstand zwischen 3500-2800 v. Chr. Die Anlage wurde 1966 von Ewald Schuldt ausgegraben und rekonstruiert. Der Deckstein wurde wieder aufgelegt. Die Funde bestanden aus menschlichen Knochen, einem Querschneider und etlichen Scherben von Gefäßen der damaligen Kultur.


10. der Quelltopf

Murnau, Bayern

Das Murnauer Moos nahe Garmisch-Partenkirchen ist das größte Moor Mitteleuropas. Ein etwas anderes Fotomotiv bietet vor allem der südliche Quelltopf im Murnauer Moos bei Nacht. Denn wenn man in diesen "Topf" im richtigen Winkel hereinleuchtet, kann man das Loch der Quelle und die Unterwasser-Flora bestaunen. Insgesamt gibt es rund 600 dieser Mooraugen.