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Nichts ist für die Ewigkeit
Die Farbe Grün: Ein Symbol des Lebens und der Vergänglichkeit
Auf meinen Fotoreisen durch Deutschland ist mir aufgefallen, wie sehr die Farbe „Grün“ faszinieren kann. Grün ist nicht nur eine Farbe, sondern eine Welt voller Überraschungen! Ein Symbol der Natur, des Lebens und der Vergänglichkeit. In Lost Places und Ruinen ist sie ein Zeichen dafür, dass die Natur langsam aber sicher die Oberhand gewinnt. Die Vegetation, die durch die Ritzen und Spalten der verlassenen Gebäude wächst, ist ein Beweis dafür, dass die Natur nicht aufzuhalten und nichts für die Ewigkeit ist.
Höchste Zeit also, die besten 20 Szenen aus meiner Kamera in dieser Fotostrecke zusammen zu fassen.
11. das pferdegrab im wald
Edermünde, Hessen
„Hier ruhen Bella und Rosa, den 13. Februar
1868" - Beim nordhessischen Edermünde liegt
versteckt im Wald ein eindrucksvoller
Gedenkstein: es handelt sich um das 150 Jahre
alte Grab zweier Stuten. Die Pferde sollten auf
ihre alten Tage nicht mehr den Besitzer wechseln.
Sie wurden an Ort und Stelle begraben.
12. Edersee atlantis
Vöhl, Hessen
Für den Edersee musste das Edertal 1914
samt seiner Siedlungen geflutet werden. Die
Gemäuer tauchen geheimnisvoll wie Atlantis
bei Niedrigwasser meist im Herbst wieder auf.
Ein besonderes Highlight ist die gut erhaltene
Aseler Brücke. Liegt der See trocken, erstrahlt
der Grund teilweise in leuchtendem Grün.
13. das Grab des Grafen
Derneburg, Niedersachsen
In einer ägyptischen Steilpyramide ruht seit 1839 der Leichnam des bedeutenden Grafen Ernst zu
Münster. Die Pyramide ist satte 11 Meter hoch
und ihr Böschungswinkel beträgt 61 Grad. Die
Pyramide ist Teil des Laves-Kulturpfades in
Derneburg bei Hildesheim.
14. grün in blau
Blaubeuren, Baden-Württemberg
Die Stadt Blaubeuren bei Ulm ist bekannt für ihren
Blautopf und die auffallend blaue Farbe seines
Wassers. Geht man den Bach, der den Tümpel
speist etwas nach, findet man diese alte Hütte.
Hier schimmert das Wasser nicht nur blau,
sondern wegen der vielen Pflanzen sogar grün.
15. Ruine eibach
Lindlar, NRW
Einzigartig in Deutschland sind die Ruinen der erstmals 1352 erwähnten Wasserburg Eibach. Sie war einst ein fürstliches mehrgeschossiges Anwesen mit kräftigen Ecktürmen. In einer düsteren Nacht im Dezember 1782 passierte schließlich das Unglaubliche: die Wasserburg wurde durch einen verheerenden Brand mit fast allen Gebäuden eingeäschert. Es kam zum Supergau, die Burg konnte nicht mehr gerettet werden und verfiel seitdem zur Ruine. Seit vielen Jahrhunderten stehen die Mauern nun herrenlos in dem kleinen See. In kalten Winternächten, so sagt man, kann man der Sage nach noch das Feuer knistern hören.
16. stille Wasser...
Homberg Efze, Hessen
Der 150 m tiefe Brunnen der Hohenburg Homberg (Efze) in Nordhessen ist der tiefste Basalt-Burgbrunnen Deutschlands und vermutlich der tiefste komplett ausgemauerte Burgbrunnen der Welt. Der Bau war sehr mühselig und dauerte acht Jahre (1605-1613). Nur 20 Jahre später stürzte eine Magd hinab und vergiftete somit das Wasser
17. frischer Anstrich...
Bei all der Aufregung sollten wir aber nicht vergessen, dass ich mein Schlafzimmer renoviert habe. Gefällt euch meine Wahl?
18. der gespensterwald
Nienhagen, Mecklenburg-Vorpommern
Bei strahlendem Sonnenschein ist der Wald an der Ostseeküste in Nienhagen ein wunderschöner Ort. Bei ausgedehnten Spaziergängen trifft man hier auf bizarre, märchenhaft anmutende Bäume und hat einen unmittelbaren Kontakt zur urwüchsigen Natur. Doch wenn der Mond aufgeht oder Nebel aufzieht und sich die großen, dürren Bäume im schummrigen
Mondlicht zu unheimlichen Gestalten verwandeln, wird schnell klar, warum dieser Wald Gespensterwald heißt. 90 bis 170 Jahre alt sind die Buchen, Eichen und Eschen, die über Jahrzehnte gelernt haben, sich wegzuducken vor Wetter und Wind: den Stamm gekrümmt, die Kronen landeinwärts geneigt, die Aste oft verschlungen verdreht.
19. das hobbithaus
Langenstein, Sachen-Anhalt
Als Mitte des 19ten Jahrhunderts in dem kleinen Harzer Ort Langenstein große Wohnungsnot herrschte, ließ die Gemeinde in den aus Sandstein bestehenden Bergrücken Höhlenwohnungen schlagen. Sie erhielten nach vorne Tür und Fenster, über den Dächern wuchs Gras, das Schafe weideten. Erst Anfang des 20sten Jahrhundert zogen die letzten Höhlenbewohner aus. Der letzte Bewohner war bis 1916 Karl Rindert, der aus gesundheitlichen Gründen umziehen musste.
20. der Bunker im Meer
Wustrow, Mecklenburg-Vorpommern
Eine der schönsten Orte in Deutschland ist die naturbelassene Ostsee-Halbinsel Darß.
Die Bunkeranlagen dort stammen aus der Zeit des Kalten Krieges. Beide Seiten bauten an den Grenzen umfangreiche Beobachtungsanlagen, um Bewegungen des Feindes möglichst früh ausmachen zu können. Im Ostseebad Wustrow wurde zu diesem Zweck in den 50ern die 7. technische Beobachtungskompanie eingerichtet. Das Hohe Ufer bot hervorragende Möglichkeiten zu visuellen Luft- und Seebeobachtung. Kurz vor der Wiedervereinigung begannen bereits Teile der Anlage vom Hohen Ufer abzustürzen. Von der Radarstation sind nur die Betonfundamente und Bunker geblieben.